Immer häufiger wird die Weltwirtschaft durch Krisenmeldungen erschüttert. Überschuldung der Staaten und riesige Haushaltsdefizite bei den aktuellen und zukünftigen Finanzplanungen der Staaten bedrohen die Wirtschaft und die Geldwertstabilität. Zeitweise werden durch die Finanzmärkte sogar ganze Währungen in Frage gestellt. Für Anleger mit Geldvermögen ist das ein eher bedrohliches Szenario. Geld ist nicht mehr sicher und kann durch Inflation schnell an Wert verlieren. Das Bestreben gilt daher sicheren Anlageformen und führt verstärkt zu Investitionen in Sachwerte. Dabei spielen traditionell Edelmetalle und Immobilien eine führende Rolle.
Sachwerte sind unempfindlich gegen Inflation
Die Geldentwertung betrifft nur künstliche Werte, wie etwa Bargeld. Reale Dinge werden nach ihrem Wiederbeschaffungswert gehandelt. Steigt die Inflation, so steigt zum Beispiel die zu bezahlende Summe für eine Immobilie einfach mit. Die Preissteigerung für Material und Arbeitslöhne würde damit ausgeglichen. Ähnlich verhält es sich mit den Edelmetallen. Hier sind jedoch in erster Linie Angebot und Nachfrage entscheidend. Der Gold- und Silberpreis zieht in Krisenzeiten meist stark an. Je später der Anleger die Krise bemerkt, desto schlechter ist daher sein Einstiegskurs.
Silber ist ein viel gefragter Rohstoff
Auf dem Weltmarkt ist ungleich mehr Silber als andere Edelmetalle verfügbar. Der Silberpreis ist daher deutlich geringer als für Gold, Palladium oder Platin. Dennoch ist Silber als Geldanlage sehr gefragt. Die konstant hohe Nachfrage kommt auch in guten wirtschaftlichen Phasen aus der verarbeitenden Industrie. Silber ist in zahlreichen Produkten der Unterhaltungselektronik, Mobilfunktechnik und Computerhardware vorhanden. Der Silberpreis steigt in Krisenzeiten an, da sich Anleger neben dem laufenden Silberbedarf der Industrie reines Silber als Geldanlage zulegen und es so dem Markt entziehen. Die Gewinnung von Silber ist jedoch nicht unbegrenzt steigerungsfähig. So steigt der Kaufpreis für Silber unweigerlich an.
Investitionsmöglichkeiten in Silber
Um in das Edelmetall Silber zu investieren, gibt es verschiedene Varianten. Silber kann als Metall erworben und sicher gelagert werden. Die Lagerung erfolgt auf eigens Risiko in privaten Räumlichkeiten oder gegen Bezahlung in den Verwahrungseinrichtungen der Banken. Damit würde durch die entstehenden Kosten eine erzielbare Rendite geschmälert. Eine Investition ist auch über Beteiligungen, Edelmetallfonds und Aktienkäufe des Silber produzierenden Gewerbes möglich. Die Fonds organisieren die sichere Verwahrung und entlasten den Anleger von dieser Aufgabe. Mit dem Silber selbst kommt er zu keinem Zeitpunkt in Berührung. Die Anlagen verursachen zwar Kosten, werden aber von Profis gemanagt.
Renditechancen mit Silber
Der Preis für Silber unterliegt Kursschwankungen. Gewinne lassen sich nur dann erzielen, wenn das Edelmetall rechtzeitig vor der Preissteigerung durch Verknappung gekauft wird. Der beste Zeitpunkt zum Verkauf ist demnach auf dem Höhepunkt der Krise oder kurz danach. In dieser Kursschwankung liegen viele Chancen, aber auch viele Risiken. Werden die richtigen Zeitpunkte verpasst, weil etwa der Verlauf einer Wirtschaftskrise falsch eingeschätzt wird, können mit der Anlage in Silber durchaus auch Verluste produziert werden. Silber ist daher nicht als alleinige krisenfeste Anlage zu betrachten, sondern als Beimischung eines Depots zu sehen. Fachleute empfehlen Anteile von 5 bis 10% als maximalen Anlagebetrag.